Matre - Schweigen_100px

Das Schweigen des Fjords

Die zwölfjährige Nina ist für ihren kleinen Bruder so etwas wir die Ersatzmutter, seit ihre Mutter verschwunden ist. Außerdem versucht sie, ihrem Vater alles Recht zu machen. Da dieser dem Alkohol verfallen ist, ist das ein aussichtsloses Unterfangen und Nina ist komplett überfordert. Sie leidet entsetzlich unter der Situation und ist glücklich über die wenigen Augenblicke, die sie mit ihrem Bruder zusammen mit ihrem Nachbarn, dem Polizisten Bengt Alvsaker, verbringen kann. Bengt spielt mit ihnen gerne Fußball oder geht schwimmen mit ihnen.
An einem Sonntagmorgen sieht Bengt den kleinen Anders im Schlafanzug über die Straße laufen. Seit dieser Stunde ist Anders verschwunden. Alle suchen nach ihm. Es gibt polizeiliche Verstärkung aus Oslo, aber die Suche erweist sich als sehr schwierig. Denn in dem kleinen Ort leben viele eigenbrötlerische Menschen. Es erscheint, als hätte jeder etwas zu verbergen. Niemand sagt die Wahrheit, und so beißt sich Bengt mit seinen Kollegen durch…

Sveen - Die stille Tochter

1942 in Oslo, die Jüdin Esther kommt von einem Besuch bei ihrer Freundin Åse zurück nach Hause. Sie sieht gerade noch, wie ihr Vater von deutschen Soldaten abgeholt wird. Ihre Mutter ist nicht zuhause, lebt zurzeit auf dem Land – sie wird ihre Eltern nie wiedersehen. Esther weiß, dass sie sich jetzt verstecken muss, zunächst bei Åse, dann flieht sie nach Schweden.
Åse hat mit ihrem Lebensgefährten Gerhard ein Tochter: Turid, gerade ein paar Monate alt. Beide sind im Widerstand tätig, sind ständig auf der Hut. Als eines Abends Gerhard auswärts ist, bekommt Åse unerwarteten Besuch, am nächsten Tag wird sie ermordet aufgefunden. Gerhard wird des Mordes verdächtigt, er muss fliehen.
1967 in Oslo, Esther lebt als Klavierlehrerin hier, als eines Tages Gerhard, von dem eigentlich alle dachten, er sei tot, unter anderem Namen auftaucht. Esther sucht die Konfrontation, will endlich wissen, was damals wirklich geschehen ist…

Nesboe - Messer

Ein Fall für Harry Hole

Nachdem Harry Hole nach seiner Hochzeit mit Rakel in ruhigere Fahrwasser eingetaucht war, muss er jetzt erneut einen schlimmen Albtraum durchleben. Rakel hat sich von ihm getrennt, was er selbst verschuldet hat. Von Selbstvorwürfen beplagt, beginnt er wieder zu trinken und verliert seine Arbeit an der Polizeihochschule und letztendlich auch die Selbstkontrolle. Nach einer durchzechten Nacht erwacht er ohne irgendeine Erinnerung an die letzten Stunden, bekleidet mit blutbespritzter Kleidung.
Dann erreicht ihn die schlimmste aller möglichen Nachrichten: seine Rakel wurde tot aufgefunden, ermordet mit einem Messer. Jetzt läuft Harry zu Höchstleistung auf. Er weiß, dass Svein Finne, der Serienmörder, auch „der Verlobte“ genannt, wieder in Freiheit ist und es auf ihn abgesehen hat. Denn Harry hat einen seiner Söhne, einen brutalen Mörder, im Dienst getötet. Daher vermutet er, dass dieser aus Rache Rakel getötet hat. Mit einem Messer, wie er es gerne tut. Jedoch Finne weist ein Alibi für die Zeit vor und Harry muss von vorne beginnen. Das Schlimmste ist, dass Harry sich fragt, ob er nicht selbst etwas mit Rakels Tod zu tun hat. Denn die Indizien können auf ihn als Schuldigen weisen. Er holt sich Hilfe bei alten Freunden, denn allein kommt er diesmal nicht weiter…

Sveen - Die stille Tochter

1973: die junge Spitzenschwimmerin Christel Heinze, 16 Jahre alt, Bürgerin der DDR, nutzt einen Aufenthalt während eines sportlichen Wettbewerbs für eine Flucht in den Westen. Da sie sich verfolgt fühlt, sucht sie Zuflucht in der Botschaft Westdeutschlands.
Juni 2016: In den kalten Wassern eines Fjordes wird die Leiche einer unbekannten Frau gefunden, bekleidet mit einem Pelzmantel. Da aber keine Frau als vermisst gemeldet ist, wird sie auf dem Friedhof beigesetzt und vergessen. Auch der Polizist Tommy Bergmann, der mit dem Fall betraut war, geht anderen Aufgaben nach.
Im Oktober 2016 bekommt Bergmann einen Anruf: jemand hat Blumen auf das Grab der toten Unbekannten gestellt, mit einer Karte daran. Zeitgleich wird Tommy zum Vizekommandanten des Polizeilichen Sicherheitsdienstes PST gerufen. Er wird beauftragt, eine geheime Mission durchzuführen: er soll einen Einbruch ausgerechnet bei seinem Chef Fredrik Reuter inszenieren.
Tommy wird immer weiter in eine brisante Geschichte hineingezogen, es geht um Spionagetätigkeiten in der Zeit des kalten Krieges, Agenten und Doppelagenten, die offensichtlich bis heute noch ihr Unwesen treiben und für die Mord kein Fremdwort ist! Tommy beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn trauen kann er niemandem mehr. Und wer ist der unbekannte „Bär“ oder „Björn“, der immer wieder auftaucht. Erst eine Fahrt nach Berlin bringt letztendlich Licht in das Dunkel. Für Tommy keine ungefährliche Aufgabe…

Gunnar Staalesen - Todesmörder

Der Roman beginnt mit einem Telefonanruf. Varg Veum, Privatschnüffler und Ich-Erzähler hört eine Stimme aus seiner Vergangenheit beim Jugendamt in Bergen, die Stimmer seiner ehemaligen Kollegin Cecile: Jan ein Junge, den sie beide vor Jahren betreut hatten, werde des Mordes an seinen Pflegeeltern verdächtigt. Auf seiner Todesliste stehe auch er, Varg Veum. Ist Jan wirklich der Doppelmörder, wie die Polizei glaubt oder ist er das Opfer von Intrigen, einer brutalen Gesellschaft und mafiösen Strukturen, deren Verzweigungen bis weit in die vornehme Gesellschaft Bergens reichen? Der Autor Gunnar Staalesen hat seinen Privatdetektiv mit der wichtigsten Eigenschaft ausgestattet, die Privatdetektive nach den Regeln des Genres erfüllen müssen: Er misstraut den Fakten und Schlussfolgerungen der polizeilichen Ermittlung. Varg Veum begibt sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und rekonstruiert seine Begegnungen mit Jan seit Beginn der 70er Jahre. Der Autor interessiert sich nur vordergründig für die Aufklärung des Mordfalls. Wichtiger wird, je länger die Rückblende in die Vergangenheit dauert, das Schicksal des Menschen, den er vor vielen Jahren betreut hat und dem er sowie Jugendamt und Wohlfahrtsstaat insgesamt nicht helfen konnten...