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Eines jungen Mannes Reise in die Nacht
Ein Fall für Gunnar Barbarotti
Als eines Abends der Sportlehrer Allan Fremling eine Pizza bestellt, steht ihm anstelle des Pizzaboten sein Mörder vor der Tür.
Kommissar Borgsen, der an Long Covid leidet und eigentlich nicht mit schwierigen Fällen betraut wird, soll den Fall bearbeiten, denn der Tatort liegt direkt in der Nähe seines Wohnhauses. Die Polizei findet zunächst weder Grund noch einen Täter für die Tat und ist ziemlich ratlos. Da geschieht nach kurzer Zeit ein neuer Mord, direkt unter Kommissar Borgsens Balkon.
Nun wird der Fall Gunnar Barbarotti und seiner Kollegin und Lebensgefährtin Eva Backman übertragen. Aber auch Borgsen ermittelt unter dem Radar weiter. Und kommt auf eine gute Idee…
Der junge Erik, 15 Jahre alt, ist ein Einzelgänger. Schon früher hat er wenige Freunde gehabt, aber nach dem ungeliebten Umzug nach Kymlinge ist es noch schlimmer geworden. Da findet er unverhofft in einem alten Gebäude eine Pistole mit Munition. Er nimmt sie mit nach Hause und fühlt sich auf einmal stark. Eine Lehrerein mit etwas unorthodoxen Ideen ermutigt ihn: Jeder Mensch sollte Verantwortung übernehmen und ändern, was nicht in Ordnung ist, wenn er kann. Für Erik ist das eine Art Iniativzündung…
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Scheißkerle
Der kleine Andrev wächst mit seiner Mutter und mit 7 Vätern in 7 Jahren auf. Nur nicht mit seinem eigenen.
Jeder der Väter verlangt ihm eine neue Phase der Anpassung ab und weckt in ihm die Angst, er würde ihm seine Mutter wegnehmen. Er gibt all seinen Vätern Namen, die ihr Wesen oder seine Vorstellung von ihnen, beschreiben. Aber keinen richtigen Ruf-Namen! Der erste Vater heißt z.B. „der Pflanzenmagier“, dann gibt es noch „den Künstler“, „den Dieb“, „den Pfarrer“, usw. Sein richtiger Vater ist „der Indianer“, so stellt er sich ihn eben vor. Weil er in Arizona, in Amerika gelebt hat.
Ebenso bekommen seine Geschwister oder Schulfreunde Beschreibungs- Namen. Da gibt es „den Zyklopen“, der nach einem Unfall nur mit einem Auge sehen kann, oder „die Tochter der alleinerziehenden Mutter“. Seine Geschwister sind nur „meine kleine Schwester oder „mein kleiner Bruder“.
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Fliegende Hunde auf schwimmenden Inseln
Eigil Tvibur ist eigentlich Schriftsteller. Nur seine familiären Wurzeln machen ihm das Leben schwer und verhindern seine Kreativität. Wohnhaft auf den Färöern, stammend aus einer Familie mit einem Großvater, der sehr gewalttätig war, kämpft er mit dieser vererbten Gewalttätigkeit. Tvibur kann sehr einfühlsam sein, aber wenn er Ungerechtigkeit sieht, dann rastet er aus. So hat er im Laufe seines Lebens schon einen Menschen auf dem Gewissen und eine Familie zerstört. Hinterher beschwert ihn das schlechte Gewissen. Und so kommt es, dass er seine Familie, in der er sich auch nicht gerade wohl fühlt, verlässt und als Koch auf einem Schiff anheuert und nach Grönland und Dänemark segelt. Auf diesem Schiff fühlt er sich richtig wohl, doch auch in Grönland lässt er sich auf einen Rache Feldzug ein…
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Moorhöhe
Im hohen Norden von Finnland Schweden gibt es einen Hof namens „Nevabacka“, Moorhöhe. Dies ist die Geschichte dieses Anwesens, beginnend im 17. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert hinein.
Im 17. Jahrhundert erhält ein Soldat als Sold eben dieses Grundstück. Es liegt fernab von anderen Gehöften, nahe an einem großen Moor. Aber das macht dem jungen Mann nichts aus. Er beginnt zu roden, zu säen, zu pflanzen, baut sich ein kleines Haus und möchte das Moor entwässern, um besseren Boden zu bekommen. Doch dieses Moor wird von Geistern bewacht, der Mann fürchtet sie nicht, aber er hat Respekt davor. Und als ihm die Moorfrau einen Sohn verspricht, wenn er das Moor in Ruhe lässt, willigt er ein. Sein Sohn Matts wird der Urvater von Nevabacka.
Im 18. Jahrhundert kommt ein Hilfspfarrer in die Gegend. Der Krieg hat ihm seine Familie genommen, er selbst ist auf der Flucht. Will sich im Moor verstecken. Er bringt den christlichen Glauben mit, hadert aber mit sich selber, denn auch er sieht die Moorfrau, die ihm Hilfe bringt. Wie kann ein Christ einer heidnischen Moorfrau danken? Auf Nevabacka ist das Leben beschwerlich und arbeitsreich. Die Familie wird immer größer, 5 Kinder wachsen dort auf, es gibt Knechte und Mägde, die die viele Arbeit bewältigen müssen.
Im 19. Jahrhundert beginnen die Frauen, sich zu emanzipieren. Viele sind nicht mehr damit einverstanden, nur für Haus, Garten und Familie da zu sein. Sie streben nach Bildung, nach Freiheit, möchten ernst genommen werden. Damit kommen sie in der von Männern dominierten Welt nicht gut an. Es gibt Spannungen, Tränen, Verzweiflung. Ein intensiver Briefwechsel zwischen zwei Frauen erzählt eindringlich davon.
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Das Sommerbuch
Sophias Mutter ist gestorben und ihre Großmutter ist jetzt ihre neue Bezugsperson. Gemeinsam mit dem Vater verleben sie eine schöne Zeit auf einer kleinen Insel im Bottnischen Meerbusen. Die Großmutter ist eine ungewöhnliche Frau, sie macht Dinge, die eigentlich verboten sind, für Sophias Fragen hat sie stets ein offenes Ohr und ungewöhnliche Antworten. Sophia entdeckt die Welt auf ihre eigene Art und Weise, sie beobachtet die Natur, große und kleine Tiere, fragt nach Gott und dem Tod, oder nach sonstigen Begebenheiten. Und immer ist es die Großmutter, die Sophia an die Hand nimmt, ohne Bevormundung, aber mit viel Ermunterung, weiter zu forschen.
Das Buch ist in viele kleine Episoden aufgeteilt, fast poetisch in der Sprache und sehr liebevoll in seinem Ausdruck.
Eine hübsche, sommerliche Unterhaltung.
Tove Jansson (1914 bis 2001) wurde in Helsinki geboren, studierte Malerei und wurde durch die „Mumin“ Kinderbücher international bekannt. Sie wurde mehrfach für ihr literarisches Werk ausgezeichnet. Dieses bezaubernde „Sommerbuch“ ist ein Buch für Erwachsene, bereits 1972 erschienen und dieses Jahr in neuer Ausgabe herausgekommen.
Rezension: Angelika Steinhäuser
Tove Jansson
Das Sommerbuch
Aus dem Finnlandschwedischen von Birgitta Kicherer
Titel des finnlandschwedischen Originals: „Sommarboken“
Bastei Lübbe AG Köln 2024, 479 Seiten
ISBN 978-3-404-19295-3
Preis: € 13,00
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Astrid Lindgren
Astrid Lindgren ist jedermann bekannt als Autorin der berühmten Kinderbücher um Pippi Langstrumpf, Bullerbü und viele andere. Doch wer kennt diese Frau, die dahinter steckt?
Astrid wächst in einer behüteten Familie auf dem Lande auf. Ihre Kindheit steckt voller Abenteuer und Freiheiten. Als sie jedoch unverheiratet schwanger wird, wird ihr Leben schwierig. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, muss sie ihren Sohn zu einer Pflegefamilie geben, worunter sie sehr leidet. Im Jahre 1928 wird die Pflegemutter so krank, dass Astrid ihren Sohn zu sich nehmen muss.
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Der Halbmörder
Die Chronik des Adalbert Hanzon in Gegenwart und Vergangenheit, von ihm selbst verfasst.
Adalbert Hanzon ist 73 Jahre alt als er beschließt, die Geschichte seines Lebens aufzuschreiben. Er fühlt sich als altes, verfallenes Wrack, hat einige Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht und heute ist die einzige Abwechslung in seinem Leben, ein Saufgelage mit Henry Ullmann, den er als ebenso verkommenes Wrack beschreibt. Zunächst fehlen ihm die Worte, auch die Erinnerungen spielen Purzelbaum. Aber mit der Zeit gelingt ihm das Schreiben immer besser. Er findet Worte, von denen er gar nicht wusste, dass er sie kennt!
