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Die norwegische Regierung hat unter den aktuellen Umständen schon Wochen vor der Ferienzeit ihren Landsleuten empfohlen im Inland Urlaub zu machen – und die Norweger sind, mehr als erwartet, diesem Rat gefolgt: Überall „wo es schön ist“ drängen sich Massen Einheimischer.
An der RV 17 gibt es viele hundert Meter Staus vor den Fährübergängen; die Wartezeiten betragen viele Stunden, manche Autofahrer müssen im Wagen übernachten. Das gleiche Bild bietet sich bei Bognes an der E6 nach Norden.
Hatten sich noch vor wenigen Wochen die Bewohner in Geiranger noch über das ausbleibende Geschäft beklagt, bekommen die Urlauber jetzt oft keinen Platz mehr im Restaurant, zwischen 500 und 1000 Hungrige müssen jeden Tag abgewiesen werden. Ein örtlicher Wirt rät den Gästen, eigene Verpflegung mitzubringen, wenn sie diesen Ort besuchen wollen.
Das Haukelifjell überqueren Karavanen von Autos. Nicht zuletzt wegen einer Baustelle dort ist mit Wartezeiten im Stundenbereich zu rechnen.
Die Campingplätze sind oft bereits mittags belegt, die Reisenden übernachten in Zelten und Wohnmobilen auch links und rechts der Straße in Nähe bebauter Gebiete – ein Verhalten, das man bisher nur von ausländischen Touristen gekannt hat.
Die Tageszeitungen sind voller solcher und ähnlicher Meldungen - und jetzt kommen auch noch die Besucher aus dem Ausland!
Diese sollten unbedingt die touristischen Hotspots meiden, weniger bekannte Stellen anfahren oder erst nach den norwegischen Ferien Mitte/Ende August das Land besuchen.

 

 

Lindesnes-Nordkapp 2020 Live

 

4 Tage, 21 Stunden und 50 Minuten – das ist der neue Weltrekord, in dem Øysein Dahjl und Ove Fuglestveit mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Sie haben damit den, allerdings in der anderen Richtung Nordkap-Lindesnes, aufgestellten Rekord um fast eine halbe Stunde unterboten.
In der Nacht zum 1. Juli kamen die Beiden bei dichtem Nebel, Regen und einer Temperatur um die 0° am Nordkap an, nachdem sie Tage zuvor – da waren sie noch zu siebt, Männer im Durchschnitt 50 Jahre alt – am Kap Lindesnes losgefahren waren.
Um dieses Ziel zu erreichen, saßen sie täglich etwa 19 Stunden im Sattel und mussten 400 bis 500 Kilometer zurücklegen.
Ihr eigentliches Ziel war aber, dafür Sponsorengelder für die Forschung an der Kinderkrebs-Abteilung des Sørland- Krankenhauses einzusammeln: 250 000 NKr waren ihr Ziel; als 350 000 NKr zusammengekommen waren, wollten sie freiwillig weitere 120 Kilometer fahren. Insgesamt wurde bis jetzt sogar über eine Million Kronen gespendet.
„Das gibt dem Unternehmen eine ganz neue Dimension. Von so etwas wie einem Egotrip für Männer im mittleren Alter zu etwas wirklich Bedeutendem – darauf sind wir unglaublich stolz“ sagte einer der Teilnehmer.

Die ganze Tour ist als Live-Mittschnitt mit sechs Kameras in einem Verfolgerauto auf YouTube dokumentiert.

 

 

 

Menschenmenge

 

Diese Frage sollte man ganz schnell beantworten – denn morgen stimmt es schon nicht mehr!

Die Bevölkerung Norwegens wächst zusehends – und wesentlich stärker beispielsweise als in Schweden und Finnland.
1950 hatte Norwegen noch ca. 3,3 Mio Einwohner, zur Zeit sind es etwa 5,5 Mio; die Wachstumsrate beträgt seit 2010 etwa 1,25 %. Im Vergleich dazu ist in Schweden die Bevölkerungszahl von 1950 bis 2020 von 7 Mio auf gut 10 Mio angewachsen mit Wachstumsraten, die zwischen 0 und 0,8 % geschwankt haben. In Finnland verlief die Entwicklung ähnlich langsam: Aus 4 Mio Einwohnern im Jahr 1950 wurden 5,6 Mio im Jahr 2020; seit 1964 ist die Wachstumsrate mit ca. 0,5 % gleich geblieben.

In diesem Jahr wurden bereits ca. 32.000 Kinder geboren, es starben aber weniger als 23.000 Menschen. Dazu gekommen sind auch gut 25.000 Zuwanderer, so dass sich die Bevölkerung in diesem Jahr bis jetzt bereits um über 34.000 vermehrt hat.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2020 wird folgende Entwicklung geschätzt:
Es werden, verglichen mit dem Jahresanfang 69 829 Personen dazu gekommen sein, so dass sich eine Gesamtbevölkerung von fast 5,6 Mio ergibt. Davon werden 50,1 % männlich und 49,9 % weiblich sein.

Für die weiteren Jahre sehen die Prognosen noch dramatischer aus: Die bis 2025 geschätzte Wachstumsrate von fast 5 % wird sich zwar bis 2035 auf 4 % vermindert haben und danach langsam sinken, dennoch könne Norwegen noch vor Ende dieses Jahrhunderts die 8-Mio-Marke überschreiten. Die Bevölkerung hätte sich damit dann seit 1975 verdoppelt.

 

 

In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders.
Bleiben Sie auf dem laufenden mit den Informationen der Norwegischen Botschaft in Berlin.

 

Norwegen mit Hütte

 

 

 

 

Virus unter Mikroskop
(c) Pixabay

 

Bis 4. April gab es in Norwegen mehr als 5500 Personen mit nachgewiesener Corona-Infektion, mehr als 300 davon befinden sich im Krankenhaus, mehr als 100 auf einer Intensivstation und werden beatmet. Bisher gab es 71 Corona-Todesfälle.

Die ersten aufgetretenen Krankheitsfälle ließen sich auf aus Ischgl/Tirol zurückgekehrte Urlauber zurückführen, sie machen 14% aller Infizierten aus. 5% der Ansteckungsfälle haben ihren Ursprung in Spanien, 4% in Italien. Mittlerweile sind aber die meisten Betroffenen in Norwegen selbst angesteckt worden.

Auffällig in der Statistik ist, dass über 800 Infizierte nicht in Norwegen geborene Personen sind, von denen über 200 aus Somalia stammen. Es wird angenommen, dass dieser Personenkreis nicht ausreichend über die Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Ansteckungen Bescheid weiß. Deshalb wurden diese Informationen jetzt in 42 Sprachen übersetzt und verbreitet.

Zur Zeit gelten in dem Land strenge Ausgangsregeln, Kindergärten, Schulen, Universitäten sind geschlossen. Auf großes Unverständnis unter der Bevölkerung stößt das Verbot, auf die eigene Hütte zu fahren, wenn sie außerhalb der eigenen Kommune liegt. Ostern zu Hause – für Norweger undenkbar!

Weitere ungewohnte Einschränkungen wird es am 8. Mai zur Feier des Freiheits- und Veteranentages und am Nationalfeiertag am 17. Mai geben.

 

 

 

Vielleicht erscheint es etwas deplatziert, im dem Augenblick, in dem so gut wie alle Landesgrenzen in Europa für Einreisende gesperrt sind, etwas über das Verhalten im Straßenverkehr in Norwegen zu lesen.
Wenn auch zur Zeit der Höhepunkt der Corona-Ausbreitung in jenem Land zwischen Mai und August erwartet wird - und somit der Tourismus in diesem Jahr gegen Null gehen würde - könnte es ja trotzdem sein, dass die jetzigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung dieses Virus sich als so wirkungsvoll herausstellen, dass im Sommer sich doch noch Touristen auf den Weg in den Norden machen werden – und dann auch touristische Highlights ganz ohne großes Gedränge erleben können.

Auf ihrem Weg durch das Land sollten sie dann aber nicht vergessen, dass ein Nicht-Beachten der Verkehrsregeln in Norwegen ziemlich teuer werden kann.
Zunächst sollte man daran denken, dass auch am Tag immer mit Licht gefahren werden muss; tut man es nicht, wird man mit einem Bußgeld ab 250 € daran erinnert. Ein Überschreiten der Geschwindigkeit um 20 km/h kostet mindestens 375 €, bei einem Zuviel um 50 km/h ist man mit ab 900 € dabei. Das Bußgeld für unerlaubtes Parken fängt, je nach Situation, bei 80 € an. Überfährt man bei Rot eine Ampel und wird erwischt, sind 570 € fällig. Die Kosten eines registrierten Verstoßes gegen das Beachten der Vorfahrt fangen bei 600 € an. Richtig teuer wird es aber, wenn Alkohol am Steuer im Spiel ist. Wer mit mehr als nur 0,2 Promille Blutalkohol kontrolliert wird, kommt nicht unter 550 € davon; der genaue Betrag errechnet sich aus dem monatlichen Einkommen.

Also dann: Gute Fahrt nach und in Norwegen!