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Neuer Vorstand 2019

(v. l. n. r. Bernd Fitze-Frank, Renate v. Rüden, Klaus Hofmann, Peter v. Rüden, Barbara Teske, Marianne Kuhn, Ralf Warnecke)

Der Bremer Historiker und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Peter von Rüden ist neuer Vorsitzender der Deutsch-Norwegischen Freundschaftsgesellschaft (DNF e.V.). Die Mitgliederversammlung wählte ihn in Baunatal bei Kassel einstimmig zum Nachfolger von Franz Thönnes.
Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatsekretar Thönnes kandidierte nach 24 Jahren nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden. Zu seiner Verabschiedung waren Norwegens Botschafter in Deutschland Petter Ølberg und der Geschäftsführer der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung und ehemalige deutsche Botschafter in Norwegen Dr. Axel Berg nach Baunatal angereist.

Franz und Botschafter mit Urkunde 800px

(v. l. n. r. Dr. Axel Berg, Franz Thönnes, Petter Ølberg)

Petter Ølberg dankte dem scheidenden DNF-Vorsitzenden Franz Thönnes dafür, dass er sich viele Jahre mit Engagement für die deutsch-norwegischen Beziehungen eingesetzt hat. Ølberg wörtlich: “Seit Willy Brandt hat es im Deutschen Bundestag nicht mehr einen so großen Freund Norwegens gegeben“. Im Auftrag des norwegischen Königs überreichte der Botschafter Thönnes den von Olaf V. gestifteten norwegischen Verdienstorden. Auch Axel Berg dankte Thönnes: „Sie haben die Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft in all den Jahren mit großem Geschick und Engagement geführt.“ Ralf Warnecke, stellvertretender Vorsitzender der DNF e.V. erinnerte an den Amtsantritt von Thönnes vor 24 Jahren, als der Verein personell und finanziell in schwierigster Lage war. Franz Thönnes - so Warnecke - habe den Verein gerettet und übergebe ihn nun mit soliden Finanzen und geordneten Strukturen an seinen Nachfolger.

Übergabe Franz Thönnes an Peter von Rüden 800px

(Franz Thönnes, Peter von Rüden)

Prof. Dr. Peter von Rüden war Direktor des Adolf-Grimme-Instituts, Hauptabteilungsleiter beim NDR-Fernsehen, Leiter der Programmgruppe Arte und Leiter der Forschungsstelle zur Rundfunkgeschichte der Universität Hamburg und des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung. Erfahrungen mit dem internationalen Kulturaustausch hat er auch gewonnen als Beiratsmitglied des Goethe-Instituts und im Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission. Nach seiner Wahl betonte von Rüden in einem Schlusswort die Bedeutung des internationalen Kulturaustauschs für die Förderung von Toleranz und Verständigung: „Wer einem Verein angehört, der die Freundschaft zu einem anderen Land und einer anderen Kultur pflegt, wie es in unserer Satzung steht, ist kein nationaler Egoist, sondern ein toleranter Europäer und Weltbürger.“

 

 

Anfang Oktober berichtete das NRK darüber, dass die Besucheranzahl am Preikestolen einen neuen Rekord aufgestellt hat:
Genau 309 956 Personen stiegen im Sommerhalbjahr auf das Bergplateau.

Im Laufe von 10 Jahren ist damit die Anzahl der Touristen um 61% gestiegen, von 118 000 im Jahr 2008 auf 292 622 im Jahr 2018.
Man kann sich fragen, ob der Grund für diese Rekordzahl die Dreharbeiten für den Film „Mission Impossible“ mit Tom Cruise gewesen ist oder das andauernd gute Sommerwetter.
Oder trug zu diesen Zahlen auch die in diesem Jahr neu installierte Zähl-Apparatur bei? Früher wurden die Zahlen auf Grund der Menge der geparkten Autos berechnet.

Preikestolen Besucheransturm

(c) Pixabay

Das aktuelle DNF-Magazin, 2019 Ausgabe 6 ist online hier zu finden...

 

2019 5

Ende Juli ging eine schlimme Nachricht durch die norwegische Presse: „Jägermeister“ hat 40 Jahre lang im falschen Regal des Vinmonopolet (= staatliche Verkaufsstelle von alkoholhaltigen Getränken) gestanden! Mindestens genau so schlimm aber war es, dass er jetzt an einer anderen Stelle einsortiert wurde.
„Jägermeister“ stand im letzten Jahr an dritter Stelle der Verkaufszahlen von Schnaps, nur überholt von zwei Sorten Wodka.
„Jägermeister“ ist für viele Norweger ein Synonym für „friluftsliv“ (=Aktivitäten im Freien) und gehört zum Lagerfeuer in den Bergen und zum Ankern nach einer Fahrt auf See.

 

eScooter

 

(c) Pixabay

Obwohl er doppelt so viel Zucker enthält wie die Mindestgrenze für die Kategorie „Likör“ enthält, wurde er im Sortiment des Vinmonopolet als „Bitter“ eingestuft. Nun aber sollte er vom „Bitter“-Regal ins „Likör“-Regal wandern, trotz der Proteste des Herstellers.
Die Begründung für die Umkategorisierung waren u.a. die entsprechenden Regelungen der EU und die Tatsache, dass er in Schweden als „Likör“ verkauft wird, weil er „wesentlich süßer ist als die anderen Bitter“.

Ende letzten Jahres wurde die zweitlängste Hängebrücke Norwegens, die 1,5 Kilometer lange Hålogalandsbrücke an der E 6, mit zweijähriger Verspätung endlich dem Verkehr übergeben.
Schon während der Bauzeit waren große Herausforderungen aufgetreten: das chinesische Unternehmen sorgte für Verzögerungen, ging in Konkurs und hatte Schwierigkeiten mit dem Baumaterial.
Der Bau der Brücke in der Nähe von Narvik kostete fast vier Milliarden Kronen (ca. 400 Millionen Euro)

 

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(c) Pixabay - Brücke in Norwegen - Symbolfoto

Die ”Aftenposten” meldet am 2 Juli, dass vom April bis 30. Juni dieses Jahres 187 Personen nach einem Sturz mit dem e-Roller, dem eigenen oder einem geliehenen, zu Schaden gekommen sind. Sechs Personen davon wurden in Notaufnahme ins Krankenhaus gebracht.

 

eScooter

 

(c) Pixabay

Das Durchschnittsalter der Verunglückten liegt bei 30 Jahren. Die Anzahl der Männer ist doppelt so hoch wie die der Frauen: 123 zu 64.