Herrmann - Ravna, Tod in der Arktis

Ravna, Tod in der Arktis

Ravna Persen möchte gerne Polizistin werden. Aus diesem Grunde hat sie gerade ein Praktikum bei der örtlichen Polizei in Vardø angefangen. Hier hat sie keinen leichten Stand, denn sie ist natürlich Anfängerin, dazu noch eine Frau und sie ist Samin…
Zu allem Überfluss gerät sie gleich an ihrem ersten Tag in eine Mord Ermittlung.
Da die örtlichen Polizisten mit einer solchen Ermittlung überfordert sind, wird ihnen ein professioneller Kommissar aus Kirkenes geschickt. Dieser Rune Thor ist äußerst umstritten, seine Methoden sind fragwürdig, denn aufgrund eines persönlichen Schicksals setzt er dem Alkohol mehr zu, als ihm gut tut.
Thor nimmt Ravna zu seinen Untersuchungen mit, denn der Ermordete ist der reiche Same Trygg, der viel Einfluss hat, aber auch gehasst wird. Ravna entdeckt am Tatort einen Strich am Boden, ein Ritual der Samen und kann wirklich durch ihr Wissen um die Geheimnisse ihres Volkes zur Aufklärung beitragen. Denn die Grundlagen zum Geschehen liegen weit zurück in der Vergangenheit…

Dieser Roman nennt sich „All age Roman“, er ist ein Buch, für junge Erwachsene geschrieben und für jung gebliebene ältere Leser(innen). Gut zu lesen, spannend, man erfährt viel über Riten, Gebräuche, Leben und Kultur der Samen und die Probleme der Samen in der heutigen norwegischen Gesellschaft. Empfehlenswert für neugierige junge Mädchen mit Interesse an Geschichte oder Skandinavien.
Elisabeth Herrmann, geb. 1959, kam über ihre Tätigkeit als Journalistin zum Schreiben. Ihre Thriller um den Berliner Anwalt Vernau wurden mit Jan Josef Liefers sehr erfolgreich verfilmt. „Ravna, Tod in der Arktis“ ist ihr sechster Thriller für jugendliche Leser.

Rezension: Angelika Steinhäuser

Elisabeth Herrmann
Ravna
Tod in der Arktis
Cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, München 2021, 460 S.
ISBN 978-3-570-17608-5
Preis: 22€