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Wo liegt eigentlich Skandinavien?
Die Antwort darauf hängt davon ab, aus welcher Sicht man dieses Wort betrachtet:
Die Geologie definiert die (Fenno-)Skandinavische Halbinsel als das Gebiet, auf der sich Norwegen, Schweden, Finnland, aber auch Kola und Landmassen von Karelien befinden.
Geschichtlich und sprachlich-kulturell gehören im engeren Sinne Norwegen, Schweden und Dänemark dazu. Die Sprachen dieser Länder ähneln sich so sehr, dass sich deren Sprecher meist untereinander verständigen können; dazu gehören genau genommen auch die Åland-Inseln (politisch Finnland, aber schwedisch-sprachig) und die Insel Bornholm (dänisch). Im weiteren Sinn werden auch Island und die Färöer-Inseln dazugezählt. Isländisch und Färöisch gleichen aber eher noch dem ursprünglichen Alt-Nordisch, aus dem sich alle diese Sprachen entwickelt haben. Ganz weit gefasst, kann auch noch Grönland einbezogen werden (gehört zu Dänemark, hat aber eine ganz andere Historie).
Ganz unklar ist auch der Ursprung des Namens „Skandinavien“.
Bereits Plinius der Ältere spricht von „Scandinauia“, einem Gebiet nördlich von Germanien. Davon leitet sich auch der heutige Begriff „Skåne“ („Schonen“, eine Provinz in Schweden) ab. Die Bedeutung dieses Wortes war etwa „die gefährliche Halbinsel“, was sich auf dortige gefährliche Meeresströmungen beziehen könnte. Anderswo wird als Herkunft das Wort „skaðin“ = „Nordwind“ angegeben, an wieder anderen Stellen wird die germanische Göttin für Jagd und Winter „Skadi“ als namensgebend genannt.