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Nidarosdom in Trondheim

(c) Pixabay

 

Pferde-Urin für den Nidarosdom

Wie das NRK berichtet, tauchte neulich in einer lokalen Facebook-Gruppe in Trondheim eine ungewöhnliche Anfrage auf.
Für die Restaurierungsarbeiten am Nidarosdom werden fünf Liter Pferde-Urin benötigt.
Der Königseingang des Nidarosdom wird seit elf Jahren ausgebessert. Nun ist das Kupferdach fertig, und die Restauratoren hätten es gerne, dass es so bald wie möglich in seinem charakteristischen Grün erscheint. Kupfer wird oft von selbst grün, aber das kann bis zu fünf Jahren dauern. Manchmal bildet sich aber auch auf seiner Oberfläche durch einfache Oxidation eine bräunliche Patina, die weitere chemische Prozesse verhindert. Deshalb muss der Bildung dieser Schutzschicht vorgebeugt werden.
Versuche, mit Salmiak, Essigsäure, Kochsalz, Weinessig und Urin den gewünschten Zustand zu erreichen, haben ergeben, dass sich eine Mischung aus Pferde-Urin, Salzsäure, Tapetenleim und Sägespänen am besten dazu eignet. Der Kleister bindet den Urin ans Dach und die Sägespäne halten es feucht. Stickstoff aus dem Urin bindet sich an das Kupfer und bildet mit ihm einen Komplex, der die Oxidation verhindert.
Es hat sich auch schon ein geeignetes Pferd für die Urinproduktion gefunden: „Norek“, ein pensioniertes Sportreitpferd, uriniert zu festen Zeiten und das vorzugsweise im Stall. So kann die begehrte Flüssigkeit gut aufgefangen werden.
Damit kann auch das letzte Kapitel der Restaurierung des Königseingangs abgeschlossen werden.