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Gletscher in Norwegen -Svartisen

(c) Pixabay

 

Seit der letzten Messung im Jahr 2006 sind in Norwegen 364 Quadratkilometer Gletscherfläche verschwunden; das entspricht etwa 50 000 Fußballfeldern oder der Größe des Mjösa-Sees, dem größten See des Landes. Insgesamt ist ihre Fläche um 14% zurückgegangen. Das erste Mal registrierte das NVE (Norges Vassdrag- og Energidirektorat), dass Gletscher ganz verschwunden sind: es sind inzwischen 20 weniger.
Seit dem Jahr 2000 steigt die Geschwindigkeit des Abschmelzens immer mehr. So hatte der Breifonn, der einzige Gletscher in Rogaland, im Jahr 1981 noch eine Fläche von 2,6 Quadratkilometer, 2006 nur noch die Hälfte, nun ist er ganz weg.
Im Land sind 350 neue Gletscherseen entstanden. Diese enthalten enorme Wassermengen, die teilweise noch von Eismassen eingedämmt werden. Brechen diese weg, können riesige Überschwemmungen, bekannt als „Gletscherläufe“, für die umliegende Bevölkerung zur großen Gefahr werden.
Die Gletscher schmelzen aber nicht nur in Norwegen. Es gibt auf der Erde ca. 200 000 Gletscher; mit wenigen Ausnahmen werden auch die immer schneller immer weniger, weil die Temperaturen steigen. Wie die Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht hat, haben alle Gletscher im Lauf der letzten 20 Jahre zusammen ca. 270 Millionen Tonnen Eis verloren. Deren Schmelzwasser machten die Hälfte des Anstiegs der Meeresoberfläche aus; zurzeit steigt sie um ca. 3,5 Millimeter im Jahr.

Quelle:
https://www.nrk.no/norge/20-isbreer-i-norge-er-na-borte-1.15846004