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Flagge der Samen (c) Wikipedia

(c) Wikipedia

 

6. Februar, der Nationaltag der Samen

Der Nationaltag der Samen wird seit 1993 gemeinsam von den Samen in Finnland, Norwegen, Russland und Schweden gefeiert. Dabei wird auch das Lied „Sámi soga lávalla“, angestimmt, ein (langes) vertontes Gedicht, das am 13. August 1986 zur Nationalhymne erklärt wurde; die (schwer zu singende) Melodie wurde aber erst 1992 offiziell hinzugefügt.
Die Grundlage für den Samen-Nationaltag legte Elsa Laula Renberg, als sie den allerersten Samen-Verein gründete und am 6. Februar 1917 in der Methodistenkirche in Trondheim ein landesweites Treffen arrangierte, das der Beginn werden sollte für eine historische Zusammenarbeit, um die Rechte der Samen zu stärken.
Ob der Tag jetzt wirklich „samischer Nationalfeiertag“ oder „Tag des samischen Volkes“ genannt werden soll, darüber gehen manchmal noch die Meinungen auseinander.
Offiziell ist es in Norwegen ein Flaggentag, aber kein Feiertag. Es kann also niemand von der Schule oder der Arbeit zu Hause bleiben, gefeiert wird aber dennoch in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Zum Essen gibt es hauptsächlich Rentierfleisch, oft gekocht, als eine Art Sülze, in Form von Pfannenkuchen oder als Taco.
Auch wenn es keinen offiziellen Dresscode für diesen Tag gibt, ist es in den letzten Jahren üblich geworden, sich „norwegisch“ in Schale zu werfen, d.h. die „gute“ Norwegerjacke (kofte) anzuziehen; es kann aber auch eine leichtere Alltags“kofte“ sein oder etwas samisch-Inspiriertes.
Hauptsächlich ist der samische Nationalfeiertag (oder der Tag des samischen Volkes) ein Tag für die Kinder. In den Kindergärten und Schulen wird er jedenfalls angemessen gefeiert, mit Gesang, Essen und in Kofte. Darüber hinaus wird er in verschiedenen Städten auch offiziell begangen: In Oslo werden z.B. alle Samen zu einer großen Feier mit ordentlichem samischen Essen und entsprechender Musik ins Rathaus eingeladen.

 

 

 

 

 

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(c) Pixabay

 

Neuer Rekord für Fischexporte aus Norwegen

Im letzten Jahr exportierte Norwegen so viel Fisch, dass daraus die Menge von 15 Milliarden Fischmahlzeiten bereitet und damit die Weltbevölkerung zwei Tage lang ernährt werden könnte.
Insgesamt wurden im Jahr 2021 nach Angaben des Norges Sjømatråd 3,1 Millionen Tonnen Fisch im Wert von fast 121 Milliarden Nkr ins Ausland geliefert. Das ist ein Allzeit-Rekord sowohl im Umfang als auch im Wert und entspricht 42 Millionen Mahlzeiten jeden Tag im Jahr.
Den größten Anteil daran hatte der Lachs; mit einem Verkaufswert von 81,4 Millionen Nkr* steigerte sich der Export um 16%. Die exportierten 199 000 Tonnen Dorsch waren fast 10 Milliarden Nkr wert, lagen aber kaum über der Menge des Vorjahres. Makrele und Hering erzielten zweistellige Steigerungsraten, aber auch Forelle und Seelachs legten zu.
In die EU wurden 1,7 Millionen Tonnen Fisch für 70 Milliarden Nkr verkauft, davon allein nach Polen – als „Verteilungsmarkt“ – Fischereiprodukte im Wert von 12,6 Milliarden Nkr und nach Dänemark – als „Transitmarkt“ hauptsächlich für die EU – Erzeugnisse im Wert von gut 10 Milliarden Nkr; nach Asien gingen 585 000 Tonnen mit einem Wert von 23,6 Milliarden Nkr.
Vor Weihnachten 2021 ließ Fischerei- und Meeresminister Bjørnar Skjæran verlautbaren, dass Norwegen seine Exporte außerhalb von Öl und Gas bis 2030 mindestens um 50% steigern möchte – und dazu soll ein starkes Wachstum des Fischexportes beitragen. Nicht auszuschließen sei, dass der Export von Fisch den Wert des Öl- und Gas-Exportes bis 2050 einholt.
* Umrechnung von Norwegischen Kronen in Euro: ca. 10:1

Norwegischer Sprachrat wählt „Wort des Jahres 2021“

Das „Wort des Jahres“ soll ein mehr oder weniger neues Wort sein, das der Sprachrat hervorheben will, weil es das abgelaufene Jahr geprägt hat, das aber nicht unbedingt seinen Weg ins Wörterbuch findet. Es muss aktuell sein, viel benutzt, „lebenstüchtig“ und von hoher sprachlicher Qualität. Um es zu finden, wird in großen landesweiten und regionalen Zeitungen nach neu aufgetauchten Wörtern gesucht.
Im letzten Jahr war es das Wort „Corona“ – wenig verwunderlich, war die Pandemie doch weltumspannend das Thema Nummer eins.
Wesentlich anders verhält es sich mit dem heuer gewählten Wort „sportsvaske“. Nicht eng mit dem Norwegischen vertraute Personen können rein gar nichts damit anfangen, und selbst mancher Norweger fragt sich, was diese Wahl denn bedeuten soll. Was haben „Sport“ und „waschen, putzen, spülen, …“ miteinander zu tun?
Der Direktor des Sprachrates Åse Wetås erklärt es so: “Das Wort „Sportsvaske“ wird dann verwendet, wenn die Behörden in einem autoritären Land große Sportveranstaltungen dazu benutzen sich in ein besseres Licht zu setzen oder versuchen, dieses Ziel damit zu erreichen, dass sie populäre Sportvereine aufkaufen oder dort als Sponsor auftreten. 2022 sollen solche sportlichen Großveranstaltungen in mehreren Ländern stattfinden, die dafür kritisiert werden, dass sie die Menschenrechte nicht einhalten. Ausgehend von der Kritik an der Austragung der Fußballweltmeisterschaft der Herren in Katar hat sich in diesem Zusammenhang das Wort fest in der norwegischen Sprache verankert.“
Die Autorin und Sprachwissenschaftlerin Helene Uri unterstreicht die große Bedeutung dieser Wahl: „Das ist ein wichtiges politisches Wort. Es ist ein guter Weg, um dieses Problemfeld auf die Tagesordnung zu setzen und die Debatte darüber aufzunehmen. Der Sprachrat hat eine gute Wahl getroffen; so kann man nicht nur in rein sprachlicher Hinsicht über das Wort diskutieren, sondern auch über das, was es aussagt.“
Alles in allem eine mutige Entscheidung des Norwegischen Sprachrates!