100 Borge Hinterhalt

Eigentlich möchte der Osloer Europol Kommissar Bogart Bull Urlaub in Irland machen. Seine Wurzeln stammen von hier und er möchte gerne abschalten. Aber dann wird in Belfast ein norwegisches Ehepaar ermordet und er wird gebeten, bei der Aufklärung mitzuhelfen…

Das Rentnerehepaar ist offensichtlich zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen und nur als Zeugen ausgeschaltet worden. Denn ganz in der Nähe findet die Polizei einen weiteren Toten, und dieser ist mit einer weißen Lilie im Auge ausgestattet. Dies ist das alte Symbol des irischen Freiheitskampfes. Jedoch, dieser sollte eigentlich vorbei sein. Jedoch je mehr sich Bull mit der Sache beschäftigt, findet er heraus, dass sich eine neue Untergrundorganisation gebildet hat. Es gibt immer mehr Tote, es wird Rache geübt für längst vergangene Dinge. Erschwerend kommt hinzu, dass in den nächsten Tagen der britische Kronprinz erwartet wird und sein Leben muss unter allen Umständen geschützt werden. Aber Bull muss feststellen, dass sogar seine eigene Familie involviert ist und sein Leben ist in größter Gefahr…
Dieser äußerst spannende Krimi, mit einem sympathischen Kommissar ausgestattet, führt den Leser weit hinein in die Geschehnisse des irischen Freiheitskampfes. Aber selbst wenn man davon nicht sehr viel weiß, kann man der Handlung gut folgen und findet einen packenden Krimi vor. Die Handlung ist fiktiv, von einer neuen Bedrohung braucht man zurzeit nicht auszugehen.
Spannend geschrieben, mit ungewöhnlichem Hintergrund, empfehlenswert für Krimifans.
Øistein Borge, geb. 1958, kommt aus der Film- und Werbebranche und hat für seine Werke in Norwegen und im Ausland zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Außerdem erschien von ihm: „Kreuzschnitt“ als Taschenbuch.

Rezension: Angelika Steinhäuser

Øistein Borge
Hinterhalt
Aus dem Norwegischen von Andreas Brunstermann
Titel des norwegischen Originals: „Det som aldri dør“
Droemer Knaur GmbH & Co KG, München 2018, 314 Seiten
ISBN 978 3 426 30605 5
Preis: € 9,99