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… lautete das Motto eines Festivals mit norwegischer Literatur in Franken im Zusammenhang mit der Frankfurter Buchmesse 2019. Zwischen 10. Oktober und 8. November kamen gut zwanzig Verfasser aus Norwegen in die Metropolregion Nürnberg und stellten nach je einer Auftaktveranstaltungen der Stadt Nürnberg und dem Bayerischen Rundfunk Bayern 2 vorwiegend in inhabergeführten Buchhandlungen ihre neuesten Werke vor. Fünf dieser Veranstaltungen umrahmte die RG Franken/Oberpfalz kulinarisch mit norwegischem Gebäck und Häppchen aus Flatbrød mit verschiedenem Belag, schenkte den von NORLA („Norwegian Organisation for Litterature Abroad“) spendierten Aquavit aus und sorgte damit bei den Gästen neben dem geistigen auch für deren körperlichen Input.
Jede dieser Veranstaltungen hatte ihr eigenes Flair, mal heiter bis lustig, mal nachdenklich bis melancholisch. Manch eine verlief wie am Schnürchen, eine andere war ein regelrechtes Feuerwerk voller Lust und Esprit, einmal kam aber auch der Zug des Autors erst nach dem geplanten Beginn der Lesung am 10 km entfernten Bahnhof an, ein anderes Mal wurden die ankündigten Personen schon im Vorfeld kurzfristig annulliert und die Buchhandlung musste versuchen, sich anderweitig um adäquaten Ersatz umzutun. Es kamen männliche und weibliche Autoren, solche, die bereitwillig bis leidenschaftlich von sich und ihren Werken erzählten, aber auch eher schüchterne, denen die Begegnung mit dem Publikum scheinbar peinlich war. Jede Veranstaltung hatte ihr eigenes markantes Flair, keine war wie die andere.
Auch wenn die Organisation im Vorfeld bisweilen besser abgestimmt worden wäre - manchmal fanden zwei Termine gleichzeitig statt, damit war den Besuchern die Möglichkeit genommen, am ganzen Angebot teilzunehmen – war die Dichte dieser Auftritte norwegischer Schriftsteller eine großartige organisatorische Leistung von NORLA und den hiesigen Buchhandlungen.

Stadtbibliothek Nürnberg

Stadtbibliothek Nürnberg, 10.10.2019
Christian Römling, Gudrun Mattey, Heidi Seitz-Römling, Hanne Ørstavik, Roskva Koritzinsky

 

Buchhandlung Rüssel Faltbakken

Buchhandlung Rüssel 17.10.2019
Benedikt Rüssel, Dr. Ingrid Gürtler, Matias Faldbakken

 

Buchhandlung Rüssel Harstad

Buchhandlung Rüssel 19.10.2019
Benedikt Rüssel, Dr. Ingrid Gürtler, Johan Harstad

 

Buchhandlung Meyer Weißenburg

Buchhandling Meyer in Weißenburg 20.10.2019
Matthias Meyer, Achim Bogdahn (Moderator, Bayern 2), Erik Fosnes Hansen

 

Buchhandölung Rüssel Høyer

Buchhandlung Rüssel 24.10.2019
Knut Cordsen (Moderator Bayern 2), Ida Hegazi Høyer, Benedikt Rüssel

 

 

Wie der NRK im November berichtet, befindet sich unter den 80 000 Handschriften in der Bibliothek des Vatikans ein Tagebuch mit Einträgen darüber, wie im Jahr 1432 eine neue Verbindung zwischen Italien und Norwegen entstanden ist.
Vor knapp 600 Jahren verschlug es den italienischen Adeligen und Kaufmann aus Venetien auf die Insel Røst auf den Lofoten. Sein Schiff, beladen mit Wein, Gewürzen und Zypressen, war auf dem Weg nach Belgien, als im Ärmelkanal in einen Sturm das Ruder zerstört und die Segel zerfleddert wurden. Einen Monat lang trieb das Schiff auf See, bevor es auf Røst gestrandet ist.

 

Stockfisch, getrockneter Fisch

 

(c) Pixabay

Von den 68 Mann der ursprünglichen Besatzung konnten sich nur noch 11 an Land retten. Unter denen war Querini selbst. Auf Røst wurden sie gut aufgenommen und erhielten Lebensmittel, Fürsorge und Pflege – und Trockenfisch, viel Trockenfisch.

Neuer Vorstand 2019

(v. l. n. r. Bernd Fitze-Frank, Renate v. Rüden, Klaus Hofmann, Peter v. Rüden, Barbara Teske, Marianne Kuhn, Ralf Warnecke)

Der Bremer Historiker und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Peter von Rüden ist neuer Vorsitzender der Deutsch-Norwegischen Freundschaftsgesellschaft (DNF e.V.). Die Mitgliederversammlung wählte ihn in Baunatal bei Kassel einstimmig zum Nachfolger von Franz Thönnes.
Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatsekretar Thönnes kandidierte nach 24 Jahren nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden. Zu seiner Verabschiedung waren Norwegens Botschafter in Deutschland Petter Ølberg und der Geschäftsführer der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung und ehemalige deutsche Botschafter in Norwegen Dr. Axel Berg nach Baunatal angereist.

Franz und Botschafter mit Urkunde 800px

(v. l. n. r. Dr. Axel Berg, Franz Thönnes, Petter Ølberg)

Petter Ølberg dankte dem scheidenden DNF-Vorsitzenden Franz Thönnes dafür, dass er sich viele Jahre mit Engagement für die deutsch-norwegischen Beziehungen eingesetzt hat. Ølberg wörtlich: “Seit Willy Brandt hat es im Deutschen Bundestag nicht mehr einen so großen Freund Norwegens gegeben“. Im Auftrag des norwegischen Königs überreichte der Botschafter Thönnes den von Olaf V. gestifteten norwegischen Verdienstorden. Auch Axel Berg dankte Thönnes: „Sie haben die Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft in all den Jahren mit großem Geschick und Engagement geführt.“ Ralf Warnecke, stellvertretender Vorsitzender der DNF e.V. erinnerte an den Amtsantritt von Thönnes vor 24 Jahren, als der Verein personell und finanziell in schwierigster Lage war. Franz Thönnes - so Warnecke - habe den Verein gerettet und übergebe ihn nun mit soliden Finanzen und geordneten Strukturen an seinen Nachfolger.

Übergabe Franz Thönnes an Peter von Rüden 800px

(Franz Thönnes, Peter von Rüden)

Prof. Dr. Peter von Rüden war Direktor des Adolf-Grimme-Instituts, Hauptabteilungsleiter beim NDR-Fernsehen, Leiter der Programmgruppe Arte und Leiter der Forschungsstelle zur Rundfunkgeschichte der Universität Hamburg und des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung. Erfahrungen mit dem internationalen Kulturaustausch hat er auch gewonnen als Beiratsmitglied des Goethe-Instituts und im Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission. Nach seiner Wahl betonte von Rüden in einem Schlusswort die Bedeutung des internationalen Kulturaustauschs für die Förderung von Toleranz und Verständigung: „Wer einem Verein angehört, der die Freundschaft zu einem anderen Land und einer anderen Kultur pflegt, wie es in unserer Satzung steht, ist kein nationaler Egoist, sondern ein toleranter Europäer und Weltbürger.“

 

 

Anfang Oktober berichtete das NRK darüber, dass die Besucheranzahl am Preikestolen einen neuen Rekord aufgestellt hat:
Genau 309 956 Personen stiegen im Sommerhalbjahr auf das Bergplateau.

Im Laufe von 10 Jahren ist damit die Anzahl der Touristen um 61% gestiegen, von 118 000 im Jahr 2008 auf 292 622 im Jahr 2018.
Man kann sich fragen, ob der Grund für diese Rekordzahl die Dreharbeiten für den Film „Mission Impossible“ mit Tom Cruise gewesen ist oder das andauernd gute Sommerwetter.
Oder trug zu diesen Zahlen auch die in diesem Jahr neu installierte Zähl-Apparatur bei? Früher wurden die Zahlen auf Grund der Menge der geparkten Autos berechnet.

Preikestolen Besucheransturm

(c) Pixabay

Ende Juli ging eine schlimme Nachricht durch die norwegische Presse: „Jägermeister“ hat 40 Jahre lang im falschen Regal des Vinmonopolet (= staatliche Verkaufsstelle von alkoholhaltigen Getränken) gestanden! Mindestens genau so schlimm aber war es, dass er jetzt an einer anderen Stelle einsortiert wurde.
„Jägermeister“ stand im letzten Jahr an dritter Stelle der Verkaufszahlen von Schnaps, nur überholt von zwei Sorten Wodka.
„Jägermeister“ ist für viele Norweger ein Synonym für „friluftsliv“ (=Aktivitäten im Freien) und gehört zum Lagerfeuer in den Bergen und zum Ankern nach einer Fahrt auf See.

 

eScooter

 

(c) Pixabay

Obwohl er doppelt so viel Zucker enthält wie die Mindestgrenze für die Kategorie „Likör“ enthält, wurde er im Sortiment des Vinmonopolet als „Bitter“ eingestuft. Nun aber sollte er vom „Bitter“-Regal ins „Likör“-Regal wandern, trotz der Proteste des Herstellers.
Die Begründung für die Umkategorisierung waren u.a. die entsprechenden Regelungen der EU und die Tatsache, dass er in Schweden als „Likör“ verkauft wird, weil er „wesentlich süßer ist als die anderen Bitter“.

Ende letzten Jahres wurde die zweitlängste Hängebrücke Norwegens, die 1,5 Kilometer lange Hålogalandsbrücke an der E 6, mit zweijähriger Verspätung endlich dem Verkehr übergeben.
Schon während der Bauzeit waren große Herausforderungen aufgetreten: das chinesische Unternehmen sorgte für Verzögerungen, ging in Konkurs und hatte Schwierigkeiten mit dem Baumaterial.
Der Bau der Brücke in der Nähe von Narvik kostete fast vier Milliarden Kronen (ca. 400 Millionen Euro)

 

eScooter

 

(c) Pixabay - Brücke in Norwegen - Symbolfoto