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In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders.
Bleiben Sie auf dem laufenden mit den Informationen der Norwegischen Botschaft in Berlin.

 

Norwegen mit Hütte

 

 

 

 

E-Mail aus Palatina: Der Neustadter Orgelsommer kann starten – Zehn Konzerte zwischen 28. Juni und 6. September mit Gästen auch aus Skandinavien
Von Gertie Pohlit

Es war eine Zitterpartie bis zuletzt, aber jetzt ist klar: Der „Neustadter Orgelsommer“, der im Zweijahresturnus mit den „Tagen Alter Musik“ wechselt, wird stattfinden. Es gibt zehn Veranstaltungen, jeweils an den Sonntagen zwischen 28. Juni und 6. September.

 

Flyer Seite 1 Neustadter Orgelsommer

Flyer Seite 2 Neustadter Orgelkonzert

Den Programm Flyer können Sie hier herunterladen.

Virus unter Mikroskop
(c) Pixabay

 

Bis 4. April gab es in Norwegen mehr als 5500 Personen mit nachgewiesener Corona-Infektion, mehr als 300 davon befinden sich im Krankenhaus, mehr als 100 auf einer Intensivstation und werden beatmet. Bisher gab es 71 Corona-Todesfälle.

Die ersten aufgetretenen Krankheitsfälle ließen sich auf aus Ischgl/Tirol zurückgekehrte Urlauber zurückführen, sie machen 14% aller Infizierten aus. 5% der Ansteckungsfälle haben ihren Ursprung in Spanien, 4% in Italien. Mittlerweile sind aber die meisten Betroffenen in Norwegen selbst angesteckt worden.

Auffällig in der Statistik ist, dass über 800 Infizierte nicht in Norwegen geborene Personen sind, von denen über 200 aus Somalia stammen. Es wird angenommen, dass dieser Personenkreis nicht ausreichend über die Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Ansteckungen Bescheid weiß. Deshalb wurden diese Informationen jetzt in 42 Sprachen übersetzt und verbreitet.

Zur Zeit gelten in dem Land strenge Ausgangsregeln, Kindergärten, Schulen, Universitäten sind geschlossen. Auf großes Unverständnis unter der Bevölkerung stößt das Verbot, auf die eigene Hütte zu fahren, wenn sie außerhalb der eigenen Kommune liegt. Ostern zu Hause – für Norweger undenkbar!

Weitere ungewohnte Einschränkungen wird es am 8. Mai zur Feier des Freiheits- und Veteranentages und am Nationalfeiertag am 17. Mai geben.

 

 

 

Vielleicht erscheint es etwas deplatziert, im dem Augenblick, in dem so gut wie alle Landesgrenzen in Europa für Einreisende gesperrt sind, etwas über das Verhalten im Straßenverkehr in Norwegen zu lesen.
Wenn auch zur Zeit der Höhepunkt der Corona-Ausbreitung in jenem Land zwischen Mai und August erwartet wird - und somit der Tourismus in diesem Jahr gegen Null gehen würde - könnte es ja trotzdem sein, dass die jetzigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung dieses Virus sich als so wirkungsvoll herausstellen, dass im Sommer sich doch noch Touristen auf den Weg in den Norden machen werden – und dann auch touristische Highlights ganz ohne großes Gedränge erleben können.

Auf ihrem Weg durch das Land sollten sie dann aber nicht vergessen, dass ein Nicht-Beachten der Verkehrsregeln in Norwegen ziemlich teuer werden kann.
Zunächst sollte man daran denken, dass auch am Tag immer mit Licht gefahren werden muss; tut man es nicht, wird man mit einem Bußgeld ab 250 € daran erinnert. Ein Überschreiten der Geschwindigkeit um 20 km/h kostet mindestens 375 €, bei einem Zuviel um 50 km/h ist man mit ab 900 € dabei. Das Bußgeld für unerlaubtes Parken fängt, je nach Situation, bei 80 € an. Überfährt man bei Rot eine Ampel und wird erwischt, sind 570 € fällig. Die Kosten eines registrierten Verstoßes gegen das Beachten der Vorfahrt fangen bei 600 € an. Richtig teuer wird es aber, wenn Alkohol am Steuer im Spiel ist. Wer mit mehr als nur 0,2 Promille Blutalkohol kontrolliert wird, kommt nicht unter 550 € davon; der genaue Betrag errechnet sich aus dem monatlichen Einkommen.

Also dann: Gute Fahrt nach und in Norwegen!

 

 

Eine norwegische Erfindung: der Leergut-Rücknahme-Automat

1972 dachten die Brüder Petter und Tore Planke darüber nach, wie die Rückgabe von pfandpflichtigem Leergut sowohl für Verbraucher als auch für die Geschäfte einfach und mit wenig Personalaufwand erfolgen könnte: sie entwickelten einen Automaten dafür.
Die neu entstandene Firma nennten sie TOMRA, zusammengesetzt aus „Tomflaske“ („Leerflasche“) und „Retur-Automat“ („Rückgabe-Automat“).

Inzwischen findet man in mehr als 40 Ländern auf der Erde über 75 000 derartige Automaten, davon allein in Deutschland fast 30 000. Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit , auch auf anderen Geschäftsbereichen der Abfallverwertung, mehr als 2000 Mitarbeiter in mehreren Ländern.

Bei den herkömmlichen Automaten, in die alle Behältnisse einzeln einzugeben sind, ist die Entwicklung aber nicht stehen geblieben. Mittlerweile hat die Firma eine Maschine entwickelt, in die das Leergut direkt aus einem Sammelsack hineingeworfen werden kann. Der Automat kann über hundert Flaschen und Dosen gleichzeitig aufnehmen und bis zu 140 Stücke in der Minute sortieren: Kameras lesen den Strichcode und erkennen die Form der Flasche oder der Dose; die Gegenstände werden gewogen und ein Metalldetektor erkennt dieses Material. Wird ein Stück Leergut nicht anerkannt , bekommt es der Kunde zurück oder es wird nochmals auf eine Runde im Automaten geschickt; ist eine Flasche z.B. nicht ganz leer, muss der Kunde nachbessern.
Danach wird das entsprechende Pfand ausbezahlt.
Am Ende wird das Leergut sortiert und komprimiert in Sammelboxen zur weiteren Verwendung abtransportiert.
Für Geschäfte und Läden bedeutet das neue System eine große Ersparnis an Zeit und Personal.

r1 produkte 2020 DEU

(C) TOMRA

 

 

Peter Schulze ist für seinen Einsatz für den norwegischen Jazz vom norwegischen König Harald mit dem Königlich Norwegischen Verdienstorden Ritter 1. Klasse geehrt worden. Schulze erhielt den Orden am Freitag, 7. Februar, in Berlin aus der Hand von Petter Ølberg, norwegischer Botschafter in Deutschland.

Petter Ølberg und Peter Schulze

(c) Sarah Harms

„Peter Schulze ist eine Jazz-Legende. Seit Jahrzehnten tut er aus Leidenschaft unglaublich viel für diese Musik und für Norwegen und wird dafür mit diesem hohen norwegischen Orden geehrt“, so Botschafter Petter Ølberg. Sein Einsatz für die jazzahead! in Bremen, das Jazzfest Berlin und den bekannten Sendesaal Bremen gepaart mit der Begeisterung für norwegischen Jazz hätten die deutsche und die norwegische Jazzszene einander stets nähergebracht und bedeute für Musiker und Musikbegeisterte beider Länder viel.

Peter Schulze war Jazzredakteur bei Radio Bremen und dann Musikchef bei Bremen 2. Fünf Jahre lang war er nach der Jahrtausendwende künstlerischer Leiter des Jazzfest Berlin und zum Teil zeitgleich Vorstandsmitglied beim Europe Jazz Network. Schulze war auch erst künstlerischer Berater, dann künstlerischer Leiter von jazzahead! in Bremen. „Es ist sicher kein Zufall, dass während seiner Zeit dort Norwegen im vergangenen Jahr Partnerland von jazzahead!, der wichtigsten Jazzmesse der Erde, wurde“, so Ølberg, dem es wichtig ist, zu betonen, dass es Schulze nie in den Sinn gekommen wäre, norwegischen Jazz nur deshalb zu fördern, weil dieser aus Norwegen kommt und Schulze dieses Land und seine Leute sehr schätzt. „Nein, unbestechlich wie er bist, war und ist es stets einzig die Qualität, die ihn für die Musik aus Norwegen eingenommen hat und hoffentlich noch viele weitere Jahre einnimmt“, so Ølberg.

Ølberg Schulze und Musiker Rumi Songs von Trygve Seim

(c) Sarah Harms