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Das NORSK-Festival für norwegische Musik, Literatur und Performance im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse stellt vom 15.-19.10. einige der bedeutendsten Persönlichkeiten der norwegischen Musik- und Literaturszene vor. Das weit gespannte Festivalprogramm umfasst neben Konzerten eine Electro-Club-Nacht, Performances, Lesungen, Poetry Slams und Talks. Dabei widmet sich jeder Tag einem musikalischen Genre mit spannenden Facetten von Rock, Pop, Electro, Jazz und Folk. Gerahmt wird das Programm von Gesprächen und kleineren Konzertformaten im Lokal des Mousonturms. Alles in allem eine Einladung, im Mousonturm fünf Abende lang in norwegische Literatur-, Performance- und Klangwelten einzutauchen!

Am 15.10. ist das Rock: Legendär ist die norwegischen Band Motorpsycho. Seit 1989 verbindet die Band aus Trondheim auf mittlerweile über 20 Alben Psychedelic-Rock mit Jazz-Elementen, Hardrock oder Country.

Am 16.10. liegt der Fokus auf der experimentellen Musikszene Norwegens. Mit „The Practice of Love“ realisiert die bekannte Musikern Jenny Hval eine multidisziplinäre Performance, basierend auf ihrem neuen Album. Der Titel ist inspiriert von Valie Exports gleichnamigem Film aus dem Jahr 1985.

Die klassisch ausgebildete Pianistin und erfahrene Club-Künstlerin Sandra Kolstad hingegen macht elektronische, extravagante Popmusik mit visuell starken Performances – anspruchsvoll, aber eingängig. Für „Burning Love“ hat Kolstad eine musikalische Sprache für die verschiedenen Phasen einer toxischen Beziehung mit all ihren Höhen und Tiefen entwickelt.

Am selben Abend kommt die Komponistin, Sängerin und Multi-Instrumentalistin Hanne Hukkelberg mit ihrem neuen Album „Birthmark“ in den Mousonturm - mit einer Mischung aus organischem Sound, Field Recordings, Samples und eigenwilligem Gesang eine spannende Mischung, die sich zunehmend Richtung Pop entwickelt.

Der 17.10. steht ganz im Zeichen der elektronischen Musik und wir feiern eine Clubnacht in Kooperation mit dem Museum Of Modern Electronic Music in Frankfur (MOMEM) und den wichtigsten DJs und Producern der derzeitigen Szene - darunter deren Top Star Todd Terje. Mit dem norwegischen Produzenten André Bratten (live) ist dann eine der angesagtesten Figuren des Dance Floors mit tanzbar-melodischen Techno-Tunes zu Gast, sowie im Lauf des Abends weitere DJs.

Die Performance „The Politics of Emotions“ wird von drei literarischen Stimmen geschrieben und aufgeführt: Maria Kjos Fonn, Lone Aburas und Kayo Chingonyi. Gemeinsam mit der Musikerin Sandra Kolstad erforschen sie die Beziehung zwischen Emotionen, Sprache und Politik, Privilegien und Missbrauch, Rassismus und Diskriminierung, Männlichkeit, Hautfarbe und Gemeinschaft.

Für nichts ist Norwegen bekannter, als für seine herausragende Jazzmusik, daher gehört der 18.10. dem Jazz. Arve Henriksen ist einer der innovativsten und kreativsten Künstler einer goldenen Generation norwegischer Jazzmusiker. Im Quartett mit Eivind Aarset, Jan Bang und Erik Honoré tritt Arve Henriksen in absoluter Wunschbesetzung auf.

Mit ihrem Soloprojekt sorgte die Sängerin Mari Kvien Brunvoll, deren musikalisches Spektrum von Jazz, Electro Pop, Akustik Blues bis hin zu Folk reicht, sowohl in der norwegischen Jazzszene als auch auf internationalen Festivals für Aufregung.

„Three new voices from Norway“ aus der norwegischen Slam-Poesie- und Literaturszene stellen sich vor, drei junge, vielversprechende Autorinnen, die Slam-Dichterin Anna Kaisa Partapouli, die ihre Gedichte in samischer Sprache liest, die von der Kritik gefeierte Kurzgeschichtenautorin Roskva Koritzinsky , die 2019 für den renommierten Literaturpreis des Nordic Council nominiert wurde und Jeaninne Masika Lukusa, Slam-Dichterin, Erzählerin und Spoken-Word-Künstlerin, die in Norwegisch, Englisch, Persisch, Chiluba, Suaheli und in norwegischer Gebärdensprache schreibt und performt.

Am 19.10. konzentrieren wir uns auf Folk und Jazz. Ketil Bjørnstad, hat sich als Konzertpianist ausgebildet, wechselte dann früh zum progressiven Jazz und hat seit 1973 über 30 Alben veröffentlicht, für Jean-Luc Godard und andere komponierte er Filmmusik und neben seiner Musikkarriere ist er auch als Schriftsteller äußerst erfolgreich. Bjørnstads Solokonzert im Mousonturm wird daher naturgemäß vielseitig und man darf sich auf klassisch und von Filmmusiken inspirierte, faszinierende Improvisationen freuen.

Auf ihrem Album „Traces Of You“ (2018) hat DIE Jazzsängerin Norwegens Kristin Asbjørnsen mit ihrem langjährigen Gitarristen Olav Target und dem gambischen Kora-Spieler Suntou Susso einen neuen Sound aus westafrikanischen Tanzrhythmen, nordisch zeitgenössischem Jazz und kontemplativer Kirchenmusik entwickelt. Mit der Schriftstellerin Hanne Ørstavik treten sie während ihres Auftrittes in einen poetischen Dialog.

Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, 60316 Frankfurt am Main